Die Kammermusik für Violine und Klavier kann auf eine lange klassische Tradition zurückblicken. Dass diese Besetzung auch für den Tango Argentino geeignet ist, demonstriert das Duo Danzarín eindrucksvoll auf seinem Debut-Album "Tango de Cámara" (2008 erschienen bei Gecko Records). Die mit viel Feingefühl arrangierten Tangos werden alten Klassikern wie "Felicia" oder "Cumparsita" ebenso gerecht wie modernen Kompositionen von Astor Piazzolla oder Gustavo Beytelmann. Ulrike Dinter und Ludger Ferreiro gelingt es, kammermusikalische Intimität und Transparenz zu bewahren und gleichzeitig ein ausgeprägtes Gespür für den authentischen Klang der alten Tango-Orchester zu zeigen.

Mit dem neuen Programm "Historias" (2013 erschienen bei Monstermusik) nimmt Tango Danzarín das Publikum mit auf eine einedrucksvolle Reise: von den berüchtigten Hafenspelunken von Buenos Aires, über die zwielichtigen Nachtclubs in Paris, zu den eleganten Salons und Kaffeehäusern der "Goldenen 40er Jahre" und schließlich in die berühmten klassischen Konzertsäle der Kulturmetropolen unserer Welt. Denn nicht nur auf Astor Piazzollas riesiges Oeuvre hatten die Klassische Musik und ihre Kompositionstechniken großen Einfluss. Längst hinterließ der Tango wiederum nachhaltige Spuren bei Komponisten wie Albeniz, Strawinsky, Schostakowitsch u.a.

In ihrer lebendigen Moderation berichten die beiden Künstler in zahlreichen Anekdoten viel Wissenswertes über das Leben der Tangomusiker, über die Hintergründe der Kompositionen und über die verschiedenen Epochen des Tango.

Neben dem Konzertprogramm begleitet das Duo als "kleinstes Tanz-Orchester der Welt" auch eine südamerikanische Milonga oder andere Tanzverstaltungen.