Die Kunst der Kammermusik besteht darin, eine musikalische Idee auf wenige Instrument zu bündeln und so konzentriert das Wesentliche sofort zu erfassen.
Die Kammermusik für Violine und Klavier kann auf eine lange klassische Tradition zurückblicken. Dass diese Besetzung auch für den Tango Argentino geeignet ist, demonstriert das Duo Danzarín eindrucksvoll auf seinem Debutalbum "Tango de cámara". Die mit viel Feingefühl arrangierten Tangos werden alten Klassikern wie "Gallo cieco" oder "Cumparsita" ebenso gerecht wie modernen Kompositionen etwa, von Astor Piazzolla oder Gustavo Beytelmann. Den beiden Musikern gelingt es, kammermusikalische Intimität und Transparenz zu bewahren und gleichzeitig ein ausgeprägtes Gespür für den authentischen Klang der alten Tango-Orchester zu zeigen.

In ihrem neuen Programm "L´histoire du Tango" nimmt Tango Danzarín das Publikum mit auf eine Reise durch die Geschichte des Tango: von den berüchtigten Hafenspelunken von Buenos Aires, über die zwielichtigen Nachtclubs in Paris, zu den eleganten Salons und Kaffeehäusern der Goldenen 40er Jahre und schließlich in die berühmten klassischen Konzertsäle in den Kultur-Metropolen unserer Welt. Denn nicht nur auf Astor Piazzollas riesiges Oeuvre hatten die Klassische Musik und ihre Kompositionstechniken großen Einfluss. Längst hinterließ der Tango wiederum nachhaltige Spuren bei Komponisten wie Albeniz, Strawinsky, Schostakowitsch u.a.

In ihrer lebendigen Moderation berichten die beiden Künstler in zahlreichen geschichtlichen Anekdoten viel Wissenswertes über das Leben der Komponisten, die verschiedenen Epochen des Tango und über Entstehung und Zusammenhänge der einzelnen Kompositionen.

Neben dem konzertanten Programm begleitet das Duo als "kleinstes Tango-Orchester der Welt" auch zum Tanz bei einer Milonga oder anderen Tanzverstaltungen.